Ameisen bekämpfen

Gegen Ameisen in Haus und Garten rasch und effektiv vorgehen

Ameisen haben im Haus nichts verloren und auch im Garten können sie zum Problemfall werden. Möchten Sie die Hautflügler effektiv bekämpfen, müssen Sie unterscheiden, ob es sich um, fliegende Ameisen handelt, oder um krabbelnde. Außerdem ist es wichtig, das Ameisennest ausfindig zu machen.

Dabei ist es weder im Garten, noch in der Wohnung ausreichend, die Ameisenstraße nur zu unterbrechen. Die Ameisen werden sich dann einen anderen Weg zur Nahrungsquelle suchen, aber nicht verschwinden.

Ameisen bekämpfen im Garten

Um herauszufinden, wo die Ameisen im Garten hausen, verfolgen Sie die Ameisenstraße zu beiden Enden. An einem Ende befindet sich die Nahrungsquelle und am anderen Ende das Ameisennest. Im Garten halten sich verschiedene Ameisen mit unterschiedlichen Gewohnheiten auf:

  • Wohnen die Ameisen in altem Holz oder im Kompost, beseitigen Sie das Holz oder verzichten auf den Komposthaufen.
  • Hausen die Ameisen in einer Ritze im Mauerwerk, verstopfen Sie die Ritze. Allerdings reicht es nicht aus, nur einen Schlitz zu stopfen. Um die Königin auszuhungern, müssen Sie alle Risse zustopfen. Geeignete Materialien sind Zement, Silikon oder Gips.
  • Befindet sich das Ameisennest unter der Erde, vertreiben Sie die Tiere durch das Setzen von Lavendel oder Majoran. Alternativ zerstören Sie das Nest mit einem Hausmittel (siehe Hausmittel gegen Ameisen). Wie Sie Ameisen unter Fliesen im Garten das Garaus machen, erfahren Sie hier.

Ameisen

Haben Sie keine Möglichkeit das Ameisennest zu eliminieren oder die Königin auszuhungern, müssen Sie am anderen Ende der Ameisenstraße ansetzen und den Ameisen die Nahrungsquelle entziehen. Das ist meist nur möglich, wenn sich die Tiere von Blattläusen ernähren.

Weil Ameisen nicht nur vorhandene Blattläuse fressen, sondern sogar eigene Blattlauskolonien züchten, sollten Sie keine Zeit verstreichen lassen, sondern sich sofort ans Blattläuse bekämpfen machen.

Empfinden Sie die Tiere in Ihrem Garten nicht generell als störend, sondern möchten nur vermeiden, dass sie über die Terrasse krabbeln, können Sie den Ameisenhaufen versetzen. Entweder verlegen Sie ihn an eine andere Stelle im Garten oder Sie bringen ihn an einen Wald- oder Wiesenrand:

  1. Wählen Sie für den Transport einen Blumentopf aus Ton.
  2. Füllen Sie Stroh oder Holzwolle in den Topf und stülpen Sie ihn über den Ameisenhaufen.
  3. Warten Sie mehrere Tage, ohne den Blumentopf anzuheben.
  4. Wenn Sie merken, dass die Tiere den Topf als Nest akzeptiert haben und umgezogen sind, schieben Sie einen Spaten unter den Blumentopf.
  5. Tragen Sie den Topf an die Stelle im Garten, wo die Ameisen nicht stören. Alternativ geben Sie den gefüllten Blumentopf in einen verschließbaren Plastikbehälter und fahren ihn zum Waldrand.

Ameisen bekämpfen im Haus

Fliegende Ameisen kommen bei Dämmerung ins Haus, weil sie vom angeschalteten Licht irritiert, auf die Helligkeit zufliegen. Um die Tiere loszuwerden, müssen Sie sie nicht töten, sondern nur wieder nach draußen leiten:

  • Schalten Sie das Licht im Zimmer aus und öffnen Sie das Fenster.
  • Schalten Sie nun im Garten eine Lampe an, werden die Ameisen vom Licht angezogen und verlassen die Wohnung.
  • Dauert es zu lange, stellen Sie einen Ventilator so auf, dass ein Durchzug entsteht. Dieser vertreibt die fliegenden Ameisen zusätzlich.

Bei krabbelnden Ameisen im Haus verfolgen Sie die Ameisenstraße nach beiden Richtungen. Entweder eliminieren Sie das Nest und die Königin, oder Sie entziehen den Tieren die Nahrung. Alternativ vertreiben die Tiere mit einem Hausmittel (siehe Hausmittel gegen Ameisen).

Um das Nest zu zerstören, müssen Sie die Ameisenkönigin, die sich immer im Nest aufhält, töten. Das kann Ihnen mit Ameisenködern gelingen. Stellen Sie die Köderdosen, wie vom Hersteller beschrieben auf. Haben Sie Geduld, denn erst wenn die Königin mit dem giftigen Köder gefüttert wurde, geht auch der Staat ein.

Schlagen die Ameisen einen Bogen um die Köderdose, versuchen Sie es mit dem Präparat eines anderen Herstellers. Auch die Geschmäcker der Ameisen sind verschieden. Alternativ können Sie Gel oder Spray im Haus anwenden. Bei Spray sind Sie circa sechs Wochen vor den Ameisen sicher.

Alternativ können Sie die Ameisen im Nest einschließen und aushungern. Wie Sie das machen, finden Sie hier beschrieben: Ameisennest im Haus

Um den Ameisen die Nahrungsquelle zu entziehen, ist konsequente Hygiene in den Wohnräumen notwendig:

  1. Füllen Sie angebrochene Vorratspackungen sofort in einen gut verschließbaren Glas- oder Kunststoffbehälter um.
  2. Lassen Sie keine Lebensmittel und kein Tierfutter offen herumstehen.
  3. Verwenden Sie einen Mülleimer mit Deckel und leeren Sie ihn einmal täglich.
  4. Wischen Sie Krümel nach dem Essen sofort vom Tisch.
  5. Spülen Sie Teller und Gläser nach dem Essen sofort ab oder stellen Sie sie in die Spülmaschine. Halten Sie die Spülmaschine stets verschlossen.

Wenn Sie alle diese Punkte befolgen, finden die Ameisen keine Nahrung mehr. Sie verhungern oder verlassen das Haus.

Tipps & Tricks zum Ameisen bekämpfen

Hochzeitsflug: Weil der Hochzeitsflug der Ameisen mehrmals im Jahr jeweils zwei bis drei Tage dauert, ist es sinnvoll, nach einem erfolgreichen Vertreiben der fliegenden Ameisen, die Fenster mithilfe von Fliegengittern zu sichern.

Unter Gartenfliesen: Um Ameisen unter dem gefliesten Gartenweg loszuwerden, heben Sie die Steinfliesen ab. Entfernen Sie den Sand, denn darin hausen die Tiere und füllen Sie stattdessen mit Splitt auf. Dann legen Sie die Fliesen erneut.

Ameisennest im Haus: In der Wohnung finden Sie Ameisennester häufig:

  • in Ritzen in der Mauer
  • in Schlitzen unter der Tür
  • in Rissen im Fensterrahmen

In allen drei Fällen müssen Sie die Öffnungen verschließen, um die Königin, die sich im Nest befindet, auszuhungern. Geeignete Materialien sind Silikon, Gips und Zement. Nicht geeignet sind Holzwolle oder Papier.

Ameisten bekämpfen mit Gift: Wenn gar nichts hilft, können Sie zum Gift aus dem Baumarkt greifen. Gieß- und Streupulver sind sehr effektiv, denn sie wirken beide sowohl als Berührungsgift, wie auch als Fressgift. Beachten Sie bei der Anwendung die Gebrauchsanweisung des Herstellers.

Weil chemische Ameisengifte nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch schädlich für Mensch und Tier sind, sollten Sie immer zuerst versuchen, die Ameisen mithilfe von Hausmitteln zu bekämpfen.

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